
Château de la Treyne - 46200 Lacave - Tel : +33.5.65.27.60.60 - Fax : +33.5.65.27.60.70 - Kontakt |
Im Jahr 1342 wurde die Burg La Treyne auf Veranlasssung von Hughes und Guillaume de Roffilhac erbaut. Am 12 Mai 1462 vertraute der Vicomte von Turenne die Lehnsherrschaft von La Treyne dem Adeligen Annet du Cluzel an. Der Ritter Annet du Cluzel lies die Kirche von Meyraguet erbauen, inder er später auch beeirgigt wurde. Noch heute kann man im linken Querschiff der kleinen Kirche die liegende Steinfigur des alten Ritters besuchen. Im Mai 1519 heiratete Jean de La Treyne, der adelige Sohn von Annet de Cluzel, die Adelige Jeanne de Coustin de Bourzolles. 1553 erbt Louis de Cluzel La Treyne. Dieser wird 40 Jahre später ermordet und die Lehnsherrschaft übernimmt sein Sohn Jacques Galiot. Jacques hat keine Kinder und der Besitz geht auf Jean de la Ramière, der Sohn von Pierre und Galienne de Cluzel über. Wenn Frauen damals Männern gleichgestellt wären, so könnte man sagen, dass La Treyne während der letzten Jahrhunderte immer im Besitz von den Cluzel geblieben ist. Ebenso im Jahre 1711, als Marie de la Ramière, La Treyne mit in die Ehe von Jean III de Cardaillac einbringt. Aber bleiben wir hier noch ein bisschen bei Pierre de la Ramière. Pierre, man nannte ihn auch den Kapitän, war ein Verfächter des Protestantismus und gewann am 15 Juni 1569 die Schlacht in La Roche l’Abeille im Limousin, gegen die Katholiken. Unter seinem Befehl stand Henri von Navarra, damals erst 16 Jahre, der zukünftige König Frankreichs. Beide hegten eine innige Freundschaft. Henri von Navarra kämpfte an der Spitze seiner Kavallerie und zog mit folgenen Worten in den Kampf : “Schliesst Euch meiner weissen Fahne an, Ihr werdet sie immer auf dem Weg der Ehre und des Sieges finden”. Einige Jahre später jedoch wird uns die Geschichte Frankreichs zeigen, dass Henri von Navarra, der protestantischen Religion abschwören muss, um die Macht zu erobern. Inzwischen war La Treyne eine Hochburg der Hugenotten geworden und wurde 1586 auf Anheissung von Herzog von Mayenne niedergebrannt. Jena de la Ramiere starb im Jahre 1616 und seine sterblichen Überreste wurden trotz königlichen Verbots, in der Kirche in Meyraguet begraben. Hugenotten durften weder auf katholischen Friedhöfen noch in Kirchen begraben werden. 1622 befahl das Paralament von Toulouse die Zerstörung von La Treyne, die bereits durch den Brandanschlag in grosse Mittleidenschaft gezogen war. Die Religionskriege kamen zum Stillstand und die Familie de la Ramiere baute die Ruine unter der Herrschaft von Ludwig XIII wieder auf. Im Norden entstand zusätzlich ein runder Turm (in der sich heute im Ergeschoss die Küche befindet, in der 1. und 2. Etage jeweils ein grosses Badezimmer). 1643 war diese Restaurierung beendet. Ende des 17. Jahrhundert trat Gedeon la Ramiere zum Katholizismus über und setzte somit ein Ende an zwei Jahunderten Protestantismus in La Treyne. Pierre, Sohn von Geodon II starb 1710 und legte in seinem Testament die Hochzeit zwischen seiner Schwester Maria und Jean III de Caradillac fest. Jean starb 1752 und ist ebenfalls in Meyraguet beigesetzt. François Emanuel de Cardaillac, Sohn von Maria und Jean III, heiratete am 28 Januar 1748 Jeanne de Montalambert. Mitte des 18. Jahrhundert verlor der Vicomte von Turenne im Spiel seine Vicomté, die die letzte war, die an das Königreich von Frankreich angebunden war. Durch einen öffentlichen Brief des Königs vom 29. Dezember 1759 empfing François Emanuel den Titel der Markgrafschaft und übernahm die Lehnsherrschaft von La Treyne und Meyraguet. François starb 1782. Sein Sohn heiratete im Jahr 1752, Charlotte de Roquemaurel. Jean François Joseph, Urenkel von Joseph de Cardaillac, verkaufte La Treyne und die Ländereien am 20. September 1910. In der notariellen Urkunde lies er allerdings vermerken, dass er die Trüffelernte im Winter 1910 für sich in Anspruch nehmen werde. Auguste Gabriel Savard, Industrieller und Erfinder des Bijou Fix wurde neuer Besitzer des Schlosses. La Treyne hatte viel von seinem ursprünglichen Glanz verloren. Glücklicherweise investierten die verschiedenen Besitzer des 20. Jahrhunderts viel Energie, um dem Schloss seinen Anblick wieder zurückzugeben, den es während der Zeit Ludwig XIV gehabt hatte, den Komfort des 20. Jahrhundert dazu. Monsieur Savard liess Änderungen umsetzen und vertaute einem der bekanntesten Gartenspezialisten der Epoche, Edourad André, die Aufgabe an, den Park und den Garten à la française neu umzugestalten. 1922 kaufte Monsieur Fontana, ein spanischer Industrieller, das Schloss und veranlasste ebensolche grosszügigen Bauarbeiten, diesmal im Inneren des Hauses. Die Holzvertäfelungen im grossen Salon und im Musiksalon stammen aus dieser Zeit. Sie stehen heute unter Denkmalschutz. Ein Maler aus Pinsac erzählte uns als wir das Schloss kauften, dass er als Kind die Umbauarbeiten bewunderte, u.a. die kunstvolle Deckendekoration im grossen Salon. Und es kam ihm damals so vor, als ob er in einer mittelalterlich Kirche sei. Kinder und Enkelkinder von Monsieur Fontana leben heute in Südamerika und versäumen keine Gelegenheit nach La Treyne zu kommen, wenn sie in Europa sind, um Kindheitserinnerungen aufleben zu lassen. Die Urenkel von Jean François de Cardaillac leben in Kanada, auch mit ihnen besteht immer noch reger Kontakt. Während des 2. Weltkrieges kümmerte sich André Chamson, französischer Schrifsteller und Mitglied der Académie française, um die ägyptische Antiquitätenabteilung des Louvres. Ihm ist es zu verdanken, dass viele wertvolle Kunstwerke in La Treyne Unterschlupf fanden, wie u.a. le Scribe accroupi. Seine Tocher Dominique Hebrard berichtet in ihrem Buch “La Chambre de Goethe” (das Zimmer von Goethe) darüber. In Dankbarkeit dieses Aufenthaltes und in Anbetracht der geschichtlich bedeutsamen Anlage von La Treyne trug André Chamson dazu bei, dass La Treyne unter Denkmalschutz gestellt wurde. Am 10 April 1954 kauften Monsieur Santiard und Madame Bulteau das Schloss. Beide teilten die Leidenschaft für Kunstwerke und historische Gemäuer. Seit 1982 ist Familie Gombert, aus dem angrenzenden Department Aveyron, Besitzer von La Treyne und dem dazuangrenzenden Wald von 120 Hektar. Madame Gombert – Devals wohnte bis zu Ihrem Tode im Jahr 2007 in La Treyne. Sie verwandelte mit Hilfe ihres Sohnes einen wunderschönen Privatsitz zu einem traumhaften Hotel um. Alle 16 Zimmer wurden im Laufe der Zeit vollständig restauriert. Seit 1992 sind wir Mitglied der internationalen Vereinigung Relais&Châteaux. Unsere Familie sieht sich als einfache Verwalter eine schönen alten Wohnsitzes und möchten diese Leidenschaft mit unseren Gästen teilen. |
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